Adipositas erkennen


Adipositas wird definiert als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts. Gemessen wird Adipositas anhand des Body-Mass-Index (BMI). Ein BMI ≥ 30 kg/m2 zeigt eine Adipositas an.

Der BMI beschreibt das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht. Genau gesagt wird der BMI nach einer einfachen Formel berechnet: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.

 



Die globale Adipositasrate hat sich seit 1980 nahezu verdoppelt. In Deutschland sind mehr als 23 % der Erwachsenen adipös (BMI ≥ 30 kg/m2).

Adipositas ist von der Weltgesundheitsorganisation und von anderen nationalen sowie internationalen Gesundheitsorganisationen als chronische Erkrankung anerkannt. Sie kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und mit einer um 2 bis 10 Jahre verringerten Lebenserwartung einhergehen.

Adipositas stellt aufgrund der damit assoziierten Begleiterkrankungen weltweit die fünfthäufigste Todesursache dar. 

Menschen mit Adipositas haben häufig mit Begleiterkrankungen zu kämpfen


Unabhängig davon, ob das Gewicht auch auf andere Art und Weise die Gesundheit beeinträchtigt, ist Adipositas eine chronische Erkrankung, die einer langfristigen Behandlung bedarf. Daher ist es äußerst wichtig, diesem Aspekt in Gesprächen mit dem Arzt ausreichend Beachtung zu schenken.

Denn: Bereits ein langfristiger Gewichtsverlust von 5 bis 10 Prozent kann bei Menschen mit Adipositas zu einem Nutzen für die Gesundheit führen.

Professor Matthias Blüher, Leipzig, erklärt im Video welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit einer Adipositas einhergehen können und welchen großen Nutzen bereits eine geringe Gewichtsreduktion für die Gesundheit hat.