Blutzuckerkontrolle

Wer regelmäßig seinen Blutzucker misst, weiß, ob seine Werte z. B. nach dem Essen oder vor dem Schlafengehen stimmen und wie der Körper auf Essen, körperliche Bewegung oder Stress reagiert. Dies ist vor allem in der Einstellungsphase sinnvoll.

Viele Menschen mit Diabetes bestimmen mithilfe der Blutzuckerwerte, wie viel Insulin z. B. zu einer Mahlzeit oder zum Korrigieren zu hoher Blutzuckerwerte gespritzt wird. Ferner lassen sich bei regelmäßigen Blutzuckerkontrollen auch Tendenzen zu sehr niedrigen oder extrem hohen Werten frühzeitig bemerken, um so einer drohenden schweren Unter- bzw. Überzuckerung rechtzeitig entgegenwirken zu können.

Die über den Tag verteilt gemessenen Blutzuckerwerte sind aber auch für den Arzt wichtig. Er überprüft mit ihrer Hilfe, ob die Diabeteseinstellung stimmt und richtet seine Therapieentscheidungen, z. B. über neue Medikamente, daran aus.
 

Tipps fürs Blutzuckermessen
  • Waschen Sie sich vor der Messung gründlich die Hände. Am besten mit warmen Wasser, wodurch ebenfalls die Durchblutung angeregt wird. Wenn Sie mal keine Gelegenheit zum Hände waschen haben, verwenden Sie den zweiten Blutstropfen.

  • Massieren Sie die Fingerkuppe. Dies fördert die Durchblutung und erleichtert die Messung.

  • Stechen Sie in den kleinen Finger, Mittel- oder Ringfinger und wechseln Sie regelmäßig die Finger. Den Daumen und den Zeigefinger benutzen Sie in Ihrem alltäglichen Leben am meisten.

  • Stechen Sie seitlich in die Fingerbeere – dort ist die Blutentnahme weniger schmerzhaft und an dieser Stelle verlaufen viele kleine Blutgefäße.

  • Wechseln Sie die Lanzette vor jeder Blutentnahme. So können Infektionen vermieden und der Schmerz reduziert werden, weil die Lanzette mit der Zeit abstumpft.

  • Pflegen Sie Ihre Hände, um eine Hornhautbildung zu vermeiden. Das reduziert die Schmerzen beim Stechen.