Diabetes und Herz

Bei Menschen mit Typ 2 Diabetes ist das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung besonders hoch. Dazu gehören auch Folgeereignisse wie Schlaganfall1 oder Herzinfarkt2. Unterschätzen Sie Ihren Diabetes deshalb nicht und werden Sie selbst aktiv.

Diabetes ist eine Herzensangelegenheit

Das Risiko für einen Herzinfarkt ist bei Menschen mit Typ 2 Diabetes vier- bis sechsfach erhöht.3 Der Herzinfarkt zählt dabei zu den häufigsten Todesursachen.4

In vielen Fällen verläuft Diabetes ohne wahrnehmbare, schwerwiegende Symptome.5 Gefährliche Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose entwickeln sich über Jahre hinweg schleichend, ohne dass Patienten davon etwas bemerken. Weil Diabetes häufig auch mit Nervenschäden einhergehen kann, nehmen Menschen mit Typ 2 Diabetes die für eine koronare Herzerkrankung typischen Warnsignale wie Brustschmerzen und Engegefühl oft nicht wahr.6 Der Herzinfarkt kommt deshalb scheinbar aus dem Nichts. Doch mit einer Anpassung des Lebensstils und durch moderne Therapieoptionen kann das Risiko gesenkt werden. 

 

„Kommen Sie runter“  und schützen Sie Ihr Herz

Machen Sie Ihren Diabetes deshalb zur Herzensangelegenheit und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, was Sie selbst für Ihre Herzgesundheit tun können. Sie können aktiv möglichen Folgeerkrankungen vorbeugen.

Runter mit dem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall


Blutzucker in den Griff bekommen

Oberstes Ziel: Erreichen Sie Ihre Blutzucker-Zielwerte. Die Basis dafür legen Sie, indem Sie Ihre Medikamente, wie mit Ihrem Arzt besprochen, einnehmen und den Langzeit-Blutzucker-Wert (HbA1c) regelmäßig kontrollieren lassen.

„Kommen Sie runter“ - Stufe für Stufe

 

Bluthochdruck angehen

Bluthochdruck macht Ihrem Herzen auf Dauer sehr zu schaffen. Minimieren Sie daher maßgebliche negative Einflüsse wie Rauchen, Alkohol und salzreiche Ernährung. Setzen Sie viel Gemüse, Obst sowie Fisch auf den Speiseplan.

Setzen Sie auf ausgewogene Ernährung

 

Gesundes Gewicht erreichen

Zu viele Pfunde belasten Bewegungsapparat und Herz. Versuchen Sie deshalb, Aktivität in Ihren Alltag einzubauen. Schon zehn Minuten moderate Bewegung am Tag beeinflussen die Lebenserwartung positiv.

Bauen Sie Bewegung in Ihren Alltag ein
 

Holen Sie sich Unterstützung!

Ihr Arzt berät Sie individuell und informiert Sie über moderne Therapieoptionen, um möglichst auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. 

 

 

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt gezielt darüber, wie Sie aktiv etwas für Ihre Herzgesundheit tun können.

 

Literatur:

1. Diabetesinformationsdienst München. Diabetes und Gehirn. Online verfügbar unter:
https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/folgeerkrankungen/diabetes-und-gehirn/index.html

2. Diabetesinformationsdienst München. Diabetes und Herz. Online verfügbar unter:
https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/folgeerkrankungen/diabetes-und-herz/index.html (zuletzt aufgerufen am 09.03.2017).

3. Rathmann et al. Type 2 diabetes: prevalence and relevance of genetic and acquired factors for its prediction. Dtsch Arztebl Int 2013;110(19):331-7 Online verfügbar unter: http://www.aerzteblatt.de/archiv/138136(e6e6 (zuletzt abgerufen am 01.03.2017).

4. Deutsche Diabetes Gesellschaft. Deutscher Gesundheitsbericht 2017:73. Online verfügbar unter: http://www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitsbericht_2017.pdf (zuletzt abgerufen am 02.02.2017).

5. Diabetes Ratgeber. Typ-2-Diabetes: Die Symptome. Online verfügbar unter:
http://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes-Typ-2/Typ-2-Diabetes-Die-Symptome-11704_3.html (zuletzt abgerufen am 03.02.2017).

6. Diabetes Ratgeber.Typ-2-Diabetes: Folgekrankheiten. Online verfügbar unter:
http://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes-Typ-2/Typ-2-Diabetes-Folgekrankheiten-11704_5.html (zuletzt abgerufen am 07.03.2017).