Closer to nature – „Einfach näher dran“

Warum es so wichtig ist, der natürlichen „Insulinantwort” gesunder Menschen so nah wie möglich zu kommen

Bei gesunden Menschen schleust das Hormon Insulin den in der Nahrung enthaltenen Traubenzucker (Glucose) aus dem Blut in die Zellen, wo er in Energie umgewandelt werden kann. Der Zuckergehalt im Blut steigt nach dem Essen deshalb nur wenig an und sinkt schnell wieder ab – der Blutzuckerspiegel bleibt weitgehend stabil. Menschen mit Diabetes produzieren jedoch zu wenig körpereigenes Insulin, um ihren Bedarf zu decken. Bei ihnen bleibt der Zucker im Blut, so dass der Blutzuckerspiegel nach jeder Mahlzeit stärker und für längere Zeit ansteigt.

Moderne Insulintherapien haben zum Ziel, die Ausschüttung von körpereigenem Insulin bei gesunden Menschen – die sogenannte natürliche Insulinantwort – bestmöglich nachzuahmen. Damit können auch Menschen mit Diabetes möglichst stabile Blutzuckerwerte erreichen und sind einfach näher dran an einer natürlichen Insulinantwort

Die mit dem Arzt vereinbarten Langzeitblutzuckerwerte dauerhaft zu halten, ist der beste Weg, um diabetische Folgeerkrankungen zu vermeiden. Je nach Diabetestyp ist dabei neben Ernährung und Bewegung eine individuelle Therapie mit oralen Antidiabetika bzw. eine Insulintherapie angezeigt.

In den 1920er-Jahren fanden zwei junge Wissenschaftler heraus, dass das Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Tieren eingesetzt werden kann, um den Blutzucker von Menschen mit Diabetes besser zu kontrollieren. Das Wissen um und die Anforderungen an Insulintherapien haben sich seither entscheidend weiterentwickelt. Dabei ist es mit jedem Fortschritt ein bisschen besser gelungen, die Ausschüttung von körpereigenem Insulin bei gesunden Menschen nachzuahmen und die Behandlung für Menschen mit Diabetes noch einfacher und unkomplizierter zu gestalten und damit die Insulinbehandlung zu optimieren. 1 

 
 

Die neueste Generation moderner Insuline kommt der Insulinantwort gesunder Menschen so nah wie nie zuvor. 2-4

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist und ob in Ihrem Fall ggf. eine Anpassung der Therapie sinnvoll ist.

Hier erfahren Sie mehr über die Therapiemöglichkeiten bei Diabetes

Nick hat Typ 1 Diabetes. Hier erzählt er, warum es für ihn wichtig ist, im Alltag so wenig wie möglich durch die Erkrankung eingeschränkt zu sein.

 

 

Schnell wirkende Mahlzeiteninsuline

Sogenannte Mahlzeiteninsuline sind kurzwirksame Insuline. Sie werden eingesetzt, um Blutzuckerspitzen nach dem Essen zu behandeln. Je besser ein Mahlzeiteninsulin die Insulinausschüttung von einem Menschen, der nicht an Diabetes erkrankt ist, nachahmt, desto schneller kann es Blutzuckerspitzen abdecken und den Blutzuckerspiegel kontrollieren.

Verglichen mit der natürlichen Insulinantwort eines Menschen, der nicht an Diabetes erkrankt ist, setzt die Wirkung früherer Generationen schnell wirkender (Human-) Insuline deutlich später ein. Dadurch kann es nach dem Essen zu Blutzuckerspitzen kommen.5

Aufgrund ihrer verzögerten Wirkung müssen diese Insuline unter Umständen weit vor den Mahlzeiten gegeben werden3, was die Spontaneität und Flexibilität der Betroffenen beim Essen einschränken kann und sich damit auf die Lebensqualität auswirkt.

Während schnell wirkende Insulinanaloga heute besser in der Lage sind Blutzuckerspitzen nach dem Essen in den Griff zu bekommen, reichen sie jedoch an die schnell einsetzende Insulinantwort gesunder Menschen, also die Ausschüttung von körpereigenem Insulin nicht heran. Das hat zur Folge, dass es bei Menschen mit Diabetes noch häufig zu anhaltenden Blutzuckerspitzen nach dem Essen kommen kann. 2,3

Die neueste Generation schnell wirkender Mahlzeiteninsuline soll diese im Hinblick auf den Wirkeintritt bestehende „Geschwindigkeits-Lücke” zwischen den bisher verfügbaren Insulintherapien und der natürlichen Insulinantwort bei gesunden Menschen schließen.

Damit können die Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten noch besser kontrolliert3, die Anwendung der Therapie vereinfacht und die Flexibilität der Betroffenen im Hinblick auf Mahlzeiten erhöht werden. Unsicherheiten in Bezug auf die Dosierung des Insulins vor den Mahlzeiten werden dadurch reduziert. So haben Menschen mit Diabetes die Möglichkeit ihren Diabetes noch besser zu kontrollieren.

 


 

 


Basalinsuline

Lang wirksame Basalinsuline, auch als Verzögerungsinsuline bezeichnet, werden angewendet, um den Insulingrundbedarf von Menschen mit Diabetes tagsüber zwischen den Mahlzeiten und nachts zu decken. Die Herausforderung der Basalinsulintherapie ist, die natürliche, kontinuierliche Insulinausschüttung eines gesunden Menschen so gut wie möglich nachzuahmen, da es sonst zu Hypoglykämien (Unterzuckerungen) bzw. Hyperglykämien (zu hohen Blutzuckerspiegeln) kommen kann.5

Die Wirkung von lang wirksamen Humaninsulinen (Neutral Protamin Hagedorn-Insuline, kurz NPH-Insuline) tritt im Vergleich zu körpereigenem Insulin schneller ein. Sie hält jedoch nicht so lange an1,7, wodurch die Dosierung erschwert wird.

Bei den lang wirksamen Insulinanaloga konnte das Risiko für Unterzuckerungen dank kontinuierlicher Weiterentwicklungen mittlerweile deutlich reduziert werden. Dennoch besteht noch immer ein Unterschied zur natürlichen Insulinantwort 4 , was dazu führen kann, dass zusätzliche Insulindosen gegeben werden müssen 1,4

 


 

 

Die neueste Generation lang wirksamer Basalinsuline wurde entwickelt, um die natürliche Insulinausschüttung bei gesunden Menschen noch besser nachzuahmen. Das Ziel dieser modernen Diabetestherapien ist es, die Blutzuckerwerte noch besser zu kontrollieren und für die Betroffenen eine noch bessere Flexibilität im Hinblick auf die Dosierung zu erreichen.1,4


Kombinationspräparate für die Insulintherapie

Eine weitere Innovation in der Insulintherapie war die Entwicklung von sogenannten Kombinationspräparaten. Dabei handelt es sich um zwei Insuline, die in einer vorgefertigten Injektion zur Verfügung gestellt werden.8 Kombinationspräparate sollen die Insulinproduktion eines gesunden Menschen tagsüber − nach einer Mahlzeit und zwischen den Mahlzeiten − sowie nachts bestmöglich imitieren.

Da die Geschwindigkeit, mit der die Wirkung der verfügbaren Kombinationspräparate einsetzt, abhängig von den Eigenschaften der verwendeten Insuline ist, kann sie nicht mit der natürlichen Insulinausschüttung eines gesunden Menschen verglichen werden. Zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle benötigen Menschen mit Diabetes gegebenenfalls mehr als eine Injektion pro Tag.8





Warum ist es für Novo Nordisk so wichtig ist, der natürlichen “Insulinantwort” gesunder Menschen so nahe wie möglich zu kommen

Seit der Gründung von Novo Nordisk vor über 95 Jahren verändern wir Diabetes, indem wir immer bessere biopharmazeutische Arzneimittel erforschen, entwickeln, herstellen und sie Menschen mit Diabetes weltweit zugänglich machen.

Um erfolgreich wirksame und gut verträgliche neue Behandlungsoptionen gegen eine schwerwiegende chronische Erkrankung wie Diabetes zu entwickeln, muss man die Erkrankung selbst verstehen. Mehr noch: Man muss verstehen, was es für die Betroffenen bedeutet, mit der Erkrankung zu leben. Wir haben dieses Verständnis. Tag für Tag arbeiten wir daran, innovative Therapien zu entwickeln, die die natürliche Insulinantwort gesunder Menschen noch besser nachahmen, damit wir Menschen mit Diabetes einen Alltag ermöglichen können, der so wenig wie möglich von der Erkrankung eingeschränkt wird. Jeder Fortschritt zählt!


Es ist unser Anspruch, das Leben von Menschen mit Diabetes kontinuierlich zu verbessern, indem wir innovative Insulintherapien entwickeln, die der natürlichen Insulinantwort möglichst nahe kommen. Erfahren Sie mehr dazu von Stephan Gough, Chief Medical Officer bei Novo Nordisk.


Quellen

1. Home PD. Diabetes Obes Metab 2015; 17(11): 1011–20.
2. Heinemann L, Muchmore DB. J Diabetes Sci Technol 2012; 6(4): 728-42.
3. Cengiz E et al. Expert Rev Med Devices 2016; 13(1): 57-69.
4. Haahr H, Heise T. Clin Pharmacokinet 2014; 53: 787–800.
5. Tibaldi J. Am J Med 2014; 127: S25-38.
6. Freeman JS. J Am Osteopath Assoc 2009; 109(1): 26-36.
7. Bolli GB et al. Diabetes Technol Ther 2011; 13(Suppl. 1): S43-52.
8. Downie M et al. Diabetes Ther 2016; 7(4): 641-657.