Warum haben so viele Menschen keinen Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung?

Millionen von Menschen mit Diabetes und anderen schwerwiegenden chronischen Erkrankungen wie Hämophilie (Bluterkrankheit) haben keinen Zugang zu den lebensrettenden Medikamenten, die sie benötigen. In manchen Fällen können sich Menschen die Medikamente nicht leisten oder der Weg, einen Arzt aufzusuchen oder ein Rezept abzuholen, ist mit einer langen Reise und dem Verlust von Lohneinnahmen verbunden.

In Extremfällen gibt es gar keinen Arzt, keine Klinik oder auch keine vorrätigen Medikamente in der Apotheke.

Die traurige Wahrheit ist, dass heutzutage nur ein Bruchteil der Patienten tatsächlich behandelt wird, und wir müssen diese Lücke weiter schließen, so dass Menschen Zugang zu unseren Medikamenten und zur erforderlichen Gesundheitsversorgung erhalten.

Die Hürden sind komplex und unterscheiden sich von Land zu Land, aber wir wissen aus Erfahrung, dass eine Veränderung zum Besseren grundsätzlich möglich ist.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass möglichst viele Menschen mit Diabetes und anderen schwerwiegenden chronischen Erkrankungen Zugang zu unseren Medikamenten erhalten. Dabei müssen wir die vielschichtige Herausforderung der Bezahlbarkeit meistern.

Es gibt nur eingeschränkt öffentliche Gesundheitsdaten von Kindern mit Typ 1 Diabetes. Das liegt an der traurigen Wahrheit, dass nur wenige lang genug leben, um es überhaupt in die Datenregister von vielen der ärmsten Länder der Welt zu schaffen.

In 208 Kliniken in über 14 Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen besteht unser Programm Changing Diabetes® in Children und stellt die Versorgung mit lebensrettendem Insulin für Kinder mit Typ 1 Diabetes sicher. Mittlerweile bietet das Programm medizinische Versorgung, Insulin und Arzneimittel für mehr als 26.000 Kinder weltweit. Unser nächstes Ziel ist es, das Programm auszuweiten, so dass 100.000 Kinder bis zum Jahr 2030 davon profitieren können.

In dem oben stehenden Video lernen Sie einen „Typ 1 Superstar“ kennen: Bilguissa aus Guinea. Bilguissa gehört zu einer neuen Generation von Kindern und Jugendlichen aus Guinea, die mit Typ 1 Diabetes leben. Mit der Unterstützung von Ärzten und Krankenschwestern in der Changing Diabetes® in Children Klinik ist sie heute eine aufgeklärte, progressive junge Frau, eine Hoffnungsträgerin ihrer Gemeinde, die ihren eigenen Diabetes gut im Griff hat und gleichzeitig Kinder und Jugendliche unterstützt und inspiriert.

In Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen legen wir besonderen Fokus auf die Menschen mit Diabetes, die am stärksten betroffen sind. In mehr als zwei Drittel der Länder, in denen wir arbeiten, haben wir Programme zur besseren Bezahlbarkeit und Zugang zu Medikamenten für bedürftige Patienten eingerichtet.

Mithilfe dieser Programme sollen u.a. folgende schwierige Fragen beantwortet werden:

  • Wie motivieren wir mehr Patienten, sich für Programme anzumelden, die eine bessere Bezahlbarkeit sicherstellen?
  • Wie können wir Insuline herstellen, die nicht gekühlt werden müssen und somit über längere Strecken transportiert werden können?
  • Wie können wir die medizinische Versorgungskette vereinfachen, um Preise zu senken?

Wir arbeiten sehr engagiert an der Lösung dieser Fragen, um Insulin für alle verfügbar zu machen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie so mehr über unser Engagement für bezahlbare Behandlungen und einen verbesserten Zugang zur Diabetesversorgung.

Mithila Hag Farin und ihre Mutter. Mithila lebt in Bangladesh und hat Typ 1 Diabetes.

Wir verpflichten uns dazu, weiterhin ein Niedrigpreis-Insulin in unserem Produkt-Portfolio zu führen und auch in Zukunft Humaninsulin zur Verfügung zu stellen.

Mit unserer Strategie Defeat Diabetes senken wir den Insulin-Höchstpreis für Länder mit geringen und mittleren Einkommen und arbeiten gleichzeitig daran, die Programme für eine verbesserte Bezahlbarkeit in den USA und in anderen Ländern der Welt auszuweiten.

Bezahlbares Insulin in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen

2001 haben wir eine bahnbrechende Regelung eingeführt, um die Kosten für Humaninsulin in den ressourcenschwächsten Ländern zu senken. Heute greift diese Regelung bereits in 76 Ländern und erreicht somit ein Drittel der Menschen mit Diabetes weltweit sowie ausgewählte humanitäre Organisationen.

Unser Engagement baut auf den folgenden Prinzipien auf:

  • Wir werden weiterhin der führende Lieferant von niedrigpreisigem Humaninsulin weltweit bleiben.
  • Wir garantieren für viele weitere Jahre Niedrigpreis-Humaninsulin in den ärmsten Teilen der Welt bereitzustellen. Dies umfasst auch die am wenigsten entwickelten Länder (UN-Definition), weitere Länder mit geringen Einkommen (Weltbank-Definition) und Länder mit mittleren Einkommen, in denen es für große Teile der Bevölkerung mit geringen Einkommen an ausreichender Gesundheitsversorgung mangelt, sowie ausgewählte humanitäre Organisationen, deren Engagement global ausgelegt ist.
  • Wir garantieren einen Höchstpreis für Humaninsulin in Höhe von 3 US-Dollar pro Durchstechflasche.
  • Wir werden die Herausforderungen bei der Insulinverteilung und der Bereitstellung von Gesundheitskapazitäten angehen, da diese Aspekte oft dafür verantwortlich sind, dass Niedrigpreis-Insulin Menschen in den strukturschwächsten Regionen gar nicht erreicht.
Saba Samuel und ihre Mutter. Saba lebt in Äthiopien und hat Typ 1 Diabetes.

Teil des Beitrags von Novo Nordisk für einen verbesserten Versorgungszugang ist unser kontinuierliches und langfristiges finanzielles Engagement gegenüber der World Diabetes Foundation.

Die World Diabetes Foundation ist eine Stiftung, die 2002 von Novo Nordisk als unabhängiger Trust gegründet wurde und sich der Prävention und Behandlung von Diabetes in Entwicklungsländern widmet.

Die Stiftung unterstützt nachhaltige Partnerschaften und agiert als Katalysator, um anderen zu helfen, mehr zu tun.

Unser aktuelles Engagement gegenüber der Stiftung für den Zeitraum bis 2024 liegt bei rund 235 Millionen Euro.

Erfahren Sie mehr über die World Diabetes Foundation (auf Englisch).

In manchen Ländern haben Menschen mit Hämophilie mitunter nicht die Genehmigung, ihre Hämophilie-Medikamente zuhause zu lagern. Und während der Coronakrise können viele Hämophilie-Patienten beispielsweise nicht ins Krankenhaus gehen und sich dort behandeln lassen.

Wenn Menschen mit Hämophilie mit solchen Situationen konfrontiert sind, arbeiten wir mit den lokalen Gesundheitsämtern und Partnerorganisationen zusammen, um finanzielle Unterstützung zu bieten, damit Medikamente nach Hause geliefert und Behandlungen dort durchgeführt werden.

Um klare und transparente Beziehungen sicherzustellen, sind fortlaufende Gespräche mit den Gesetzgebern fest in der Struktur unserer Initiativen verankert. So können unterstützende Maßnahmen in Bezug auf Patientenschulungen, der Lieferung und Lagerung von Medikamenten entsprechend ermöglicht werden.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über unsere Stiftung, mit der wir Menschen mit Hämophilie dabei helfen, Zugang zu adäquater Versorgung zu erhalten.

Myo Aung lebt in Myanmar und hat Hämophilie A mit Hemmkörpern.

Die Novo Nordisk Haemophilia Foundation ist eine gemeinnützige Organisation mit aktivem Förderansatz, die danach strebt, den Versorgungszugang für Menschen mit Hämophilie und anderen verwandten Bluterkrankungen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verbessern.

Hämophilie ist eine Erbkrankheit, die zu einer Störung des Blutgerinnungssystems führt. Sie betrifft einen von 10.000 Menschen. Da etwa drei von vier Menschen mit Hämophilie in Entwicklungsländern leben, besteht dringend die Notwendigkeit, dass diese Menschen Zugang zu Diagnose und adäquater Versorgung haben.

Erfahren Sie mehr über die Novo Nordisk Haemophilia Foundation (auf Englisch).

Amerikaner nutzen für 25 US-Dollar unser Niedrigpreis-Insulinprogramm.

Menschen mit Diabetes werden mit unserem Humaninsulin für maximal 3 US-Dollar pro 10 ml Durchstechflasche behandelt.

Menschen nutzen unsere Diabetesprodukte.

 

Menschen mit Hämophilie und Familienangehörige profitieren von den Schulungsaktivitäten der Novo Nordisk Haemophilia Foundation.