Adipositas mag augenscheinlich einfach zu erklären sein. Wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als man benötigt, nimmt man zu. Ganz so simpel ist es aber nicht. Bei Adipositas geht es um mehr als nur um das Gewicht.

Adipositas ist eine komplexe chronische Erkrankung, und Gewicht abzunehmen hängt nicht nur von weniger Essen und mehr Bewegung ab. Adipositas kann durch genetische, physiologische, umweltbedingte und psychologische Faktoren, sowie vom sozialen Umfeld des Betroffenen beeinflusst werden.

Es ist essenziell, diese Faktoren zu verstehen. Denn Adipositas wird mit einem erhöhten Risiko für andere Erkrankungen assoziiert, wie z.B. Typ 2 Diabetes, Herzerkrankungen und bestimmten Krebsarten - ganz abgesehen von der Stigmatisierung und den Vorbehalten, unter denen Millionen von Menschen täglich leiden.

Was viele nicht wissen: Mit der richtigen Behandlung können Menschen mit Adipositas eine dauerhafte Gewichtsabnahme erzielen, die eine wirkliche Verbesserung für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden bewirkt.

Menschen leiden aktuell an Adipositas.

Die globale Prävalenz von Adipositas hat sich seit 1975 verdreifacht.

Gewichtsabnahme ohne operativen Eingriff - das ist unser Ziel für Patienten.

Erwartete globale Behandlungskosten für adipositasbedingte Folgeerkrankungen bis 2025

Adipositas wird von multiplen inneren und äußeren Faktoren beeinflusst. Manche Menschen tendieren von Geburt an zu Übergewicht, genauso wie man mit einer bestimmten Augenfarbe zur Welt kommt.

Auch der physiologische Aspekt spielt eine Rolle. Wenn ein Mensch isst, werden Hormonsignale aus Magen und Darm in ein verringertes Hungergefühl und ein verstärktes Sättigungsgefühl umgewandelt. Dadurch wird die Nahrungsaufnahme bei Menschen reguliert.

Bei Gewichtsabnahme kann sich der Hormonspiegel verändern, da der Körper versucht, verlorenes Gewicht wieder zuzunehmen. Studien zeigen, dass daher nur etwa ein Drittel der Menschen erfolgreich ihr verringertes Körpergewicht dauerhaft aufrechterhalten können.

Viele Aspekte des allgemeinen Wohlbefindens, des Lebensstils sowie umweltbedingte Faktoren können zu einer Gewichtszunahme führen. Wohnort und Kultur können ebenfalls das Risiko für Adipositas beeinflussen.

Auch wenn viele Menschen mit Adipositas glauben, dass sie eigenständig ihr Gewicht in den Griff bekommen sollten, ist es nicht so simpel.

Um Adipositas zu verstehen, müssen wir zunächst verstehen, wie unser Gehirn funktioniert.

Menschen mit Adipositas haben besondere Schwierigkeiten, Gewicht abzunehmen. Denn selbst wenn sie es schaffen, Gewicht zu verlieren, bleibt es oftmals nicht dabei. Fast so, als gäbe es in ihrem Gehirn einen Schalter, der den Energieverbrauch eines Menschen solange drosselt, bis er die verlorenen Pfunde wieder zugenommen hat.

Wir versuchen herauszufinden, wo genau ein solcher Schalter im Gehirn sitzen könnte, und erforschen aktuell, ob man diese Stelle mithilfe von Medikamenten beeinflussen kann. Unser Ziel ist, eines Tages in der Lage zu sein, Menschen mit Adipositas dabei zu helfen, ihr Gewicht zu einem neuen, gesünderen Startpunkt "zurückzusetzen".

Wenn uns das gelingt, könnten wir Millionen von Menschen mit Adipositas helfen.

Adipositas-Illustration, die einen Stadtumriss zerlegt.

Wir möchten die führende Position im Bereich der Adipositas-Forschung einnehmen.

Dabei legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf das natürliche Sättigungshormon GLP-1. Wir entdecken immer mehr Details zur Rolle, die dieses natürliche Hormon wohl im Rahmen einer erfolgreichen Gewichtsabnahme spielt. Zum Beispiel beeinflussen die GLP-1-Moleküle im Körper die Verringerung des Hungergefühls nach dem Essen.

Seit Jahren erforschen unsere Wissenschaftler, wie synthetische GLP-1-Hormone zur Appetitzügelung eingesetzt werden können. Und wir werden weiter untersuchen, wie GLP-1 eine langanhaltende Gewichtsabnahme fördern kann.

Innerhalb des Therapiebereichs Adipositas forschen wir aktuell in folgenden Bereichen:

  • Gewichtsreduktion
  • Auswirkungen auf die kardiovaskuläre Gesundheit